Modell eines "FriedAg-Gesprächs" - mit beispielhaften Methoden-Elementen

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oeff oeff
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Modell eines "FriedAg-Gesprächs" - mit beispielhaften Methoden-Elementen

Beitrag von oeff oeff »

Modell eines „Friedens-(Agentur-)Gesprächs“ - mit beispielhaften Methoden-Elementen

Die folgenden Gesprächs-Auszüge entstammen einem realen Gespräch, sind aber – wie ich es ja öfter mache, um jegliche Diskretions- und Daten-Schutz-Probleme zu vermeiden - mal wieder ‚anonymisiert und etwas märchenhaft verzerrt‘, so dass keine Zuschreibung zu konkreten Personen oder Situationen durchgeführt werden kann…

Wenn es möglich ist, bietet die schriftliche Austausch-Form beachtliche Vorteile: Entspannter Abstand zueinander…, kein Termin- oder Umstände-Druck…, bleibende und ‚weiter-verdaubare‘ Aussage-Inhalte… auf Wunsch bzw. bei Einverständnis auch anderen zeigbar... usw…
Andere Kommunikations-Formen, z.B. mündliche Gespräche, sind natürlich auch möglich, ebenso wie insgesamt große Gestaltungs-Freiheit bzgl. Kommunikations- und Konflikt-Arbeits-Methoden (siehe Tool-Box) und auch bzgl. Auswahl zwischen verschiedenen „Friedens-Agenten“ als Konflikt-Helfern etc… Der Gesamt-Ablauf des Geschehens soll so stark wie möglich in der freien Gestaltung der Konflikt-Beteiligten liegen, und Eingriffe bzw. Einschränkungen sollten nur geschehen, wenn es aus ausreichend schwerwiegenden Gründen des Gemeinwohls erforderlich ist...
Zwei technische Tipps noch für die schriftliche Kommunikation:
1.) Es ist gut, einzelne Punkte möglichst kurz und griffig zu machen (z.B. in Telegram, indem man es in mehrere Beiträge untereinander schreibt), so dass auf die einzelnen Beiträge gesonderte Antwort-Beiträge und Antwort-Fäden möglich werden…; in einem Forum hat man die Möglichkeit, gesonderte Themen für einzelne Inhalts-Punkte zu eröffnen… (Wenn es sinnvoll ist, dass mit einem Argumentations-Punkt größere ‚Info-Berge‘ verknüpft werden, ist es besser, dass mit externer Verlinkung zu regeln, statt es alles an der betreffenden Stelle direkt dazu-schreiben zu wollen…)
2.) Ein wichtiger Punkt ist auch die Frequenz, mit der die Gesprächs-Teilnehmer in den schriftlichen Gesprächs-Faden hinein-schauen. Das kann sehr unterschiedlich sein, u.a. abhängig von der Dringlichkeit der Konflikt-Klärung… Bei relativ dringenden Fällen kann m.E. tägliches Hinein-Schauen angemessen sein, während bei sehr entspannten Situationen sogar einmal pro Woche schon ausreichend sein kann…
In unserem Beispiel-Gespräch kam es zu folgender Regelung:
„Wir, die wir uns ja alle als ziemlich voll engagierte Welt-Revolutionäre verstehen, haben ja sicher jede/r intensive Baustellen zu bearbeiten, in gut ausfüllender Weise... Selbst-gewählt und im Ganzen sinnvoll…, statt wie die ‚normalen Bürger‘ in fremd-bestimmter oder sich verkaufender Weise zu arbeiten...
Wenn wir es trotz diesem ‚Alternativ-Stress‘ so halten, dass wir jeden Tag in unser Gespräch rein-schauen und gegebenen-falls was schreiben, haben wir eine hohe Frequenz und können sehr effektiv sein... (Es ginge auch mit geringerer Frequenz, aber ich habe das Gefühl, Ihr findet tägliches Rein-Schauen gut...)“ --- so dass wir da das tägliche Rein-Schauen wählten…

Und noch eine letzte formale, für mich sehr faszinierende Fest-Stellung:
Die Schrift-Form erzeugt oft eine Art ‚Belegbarkeits-Sog‘… Auch Menschen, die sich sonst überwiegend in schwammigem verbalem Reden verlieren, stellen nicht nur fest, dass hier Greifbarkeit und dauerhafte Bezug-Nahme auf Aussage-Inhalte möglich ist, sondern spüren auch die (Argumente-)Kraft, die damit verbunden ist, und fangen an, damit gezielt umgehen zu wollen…
Sehr spannende Entwicklungen…
In unserem Beispiel-Gespräch kam noch dazu, dass von vorn-herein alle Teilnehmer die idealistische Vorstellung miteinander teilten, dass die derzeitige vernebelte Korruptions-Kultur durch eine transparente Verantwortungs-Argumente-Kultur ersetzt werden muss… Deshalb gab es da konsensuelle Anforderungen, welche die Teilnehmer gegenseitig an sich richteten, z.B. mit folgender Aussage:
Vicky: „Ich werfe Dir, Bernd, vor, mit Willkür-Macht gegen jemand vor-zu-gehen, ohne belegbares Wissen und ohne mit ihm selbst darüber zu sprechen, wodurch Du sozusagen im ‚Verhalten des altes Systems' hängen bleibst und die ganze Grund-Absicht der „Argumente-Demokratie-Bewegung“ wieder kaputt machst...“



***** ***** ***** ***** ***** *****



Friedens-Agentur-Gespräch zwischen Bernd und Vicky, Herbst 2020
Hier soll offen und ehrlich eine Aussprache stattfinden



Wir begannen damit, dass beide Seiten den Konflikt aus ihrer Sicht darstellen wollten…
Es kann sinnvoll sein, dass diese Beschreibungen unabhängig voneinander erstellt werden, d.h. dass nicht eine Seite die Beschreibung der anderen schon kennt, bevor sie ihre ‚einreicht‘…
Also entweder gleichzeitig oder jedenfalls erst gleichzeitig sichtbar machend…

Schön ist Bereitschaft zu tabuloser Offenheit:

Vicky:
„Du darfst schreiben, was immer du willst. Ich habe damit kein Problem.“


Und dann kann man die Entwicklung durchaus erstmal eigen-dynamisch ins Laufen kommen lassen:

Öff Öff:
Liebe Vicky, lieber Bernd!
Sehr schön, dass wir diese Telegram-Gruppe nun haben als Einstieg...
Und es ist gut, wie Ihr miteinander zu schreiben anfangt...
Je mehr an Eigen-Dynamik ohne (zu schlimme) 'Verkantungen' geschehen kann, desto besser...
Wenn ein Konflikt-Helfer hauptsächlich erstmal nur damit zu tun hat, um 'Verkantungen' herum-zu-manövrieren, ist es super...
Lassen wir es mal weiter laufen…
Namaste. Seid umarmt...
Öffi


Auflockerung mit Einordnung des Geschehens in den großen Blick auf die Welt und wie wichtig im Kleinen wie im Großen friedens-stiftende Kommunikation sein kann, kann etwas entspannend wirken, und kann die Einstellung der Beteiligten zur Konstruktivität stärken:

Öff Öff:
Hallo, Ihr zwei!
Bin wieder leidenschaftlich mit Demo-Arbeit und Zelt-Camp-Pflege in Berlin beschäftigt... Und viel ‚Brücken-Kommunikation‘, gerne mit Polizisten... Einmal sogar, als ich an einem Polizei-Transporter vorbei-lief, wurde mir ein freundliches "Hallo Öff Öff!" zugerufen, und einer zeigte mir einen "Gefällt-mir-Daumen" (was ja nicht ungefährlich ist für Polizisten, siehe das Herzchen-Zeigen von einer dabei veröffentlichten Polizistin...)..., und ein junges Polizisten-Pärchen überlegte sogar, als sie hörten, dass ich ein willkür-hierarchie-ablehnender 'frei-schaffender Priester' sei, der an wissenschaftliche Verantwortungs-Reife des Menschen glaubt ("Postconventional Level"), ob sie sich von mit trauen lassen sollten...😉😇🤗
"Postconventional Level"-Reife war ein Haupt-Inhalt der Gespräche…, und eigentlich fanden meine Argumente sehr viel Verständnis bei allen Polizisten, mit denen ich sprach...
Namaste. Seid umarmt.
Euer Öffi
Und mal mit Blick auf unser Geschehen hier, wie es weiter-gehen kann:
Wenn ich es recht verstand, wollte Vicky als Nächste weiter-schreiben, wie sie die Sicht von Euch beiden nun erlebt und welche Aufarbeitungs-Möglichkeiten sie sich vorstellen kann?
🤗



Im Laufe des Gesprächs zeigt sich in der Regel viel Aufschluss-Reiches: Z.B. wie offen, empathisch und konstruktiv Beteiligte auf den/die anderen eingehen, ihre Fragen beantworten, konstruktive Ideen entwickeln…, und auf der anderen Seite, wie freundlich, sachlich und am besten liebevoll man miteinander umgeht…, und die Freiheit voneinander achtet...


Eine Beispiel-Äußerung von Vicky, die fürchtete, dass Bernd ihre Freiheit nicht ausreichend achte:

Vicky:
„Ich bin weder das Eigentum von Bernd noch von seiner Organisation. Ich vernetzte Menschen miteinander, wenn ich spüre, wer zusammen passen könnte. Sie selbst entscheiden dann, mit wem sie welche Verbindung eingehen oder auch nicht. Ich muss niemanden irgendwo herausnehmen oder vor irgendjemanden warnen. Ich vertraue darauf, dass die aufgewachten Menschen in ihrer Selbstermächtigung ihren Weg selbst wählen und gehen. Ich persönlich werde immer den Weg des Lichts gehen und für die Freiheit einstehen und jeden hinterfragen. Das habe ich schon immer getan und werde auch vor einem Bernd nicht halt machen. 🙏🏼
Lieber Bernd, ich wünsche dir, dass du deine Verletzungen heilen kannst und wieder klar denken kannst und natürlich nur das beste. Fühle dich umarmt, von Herzen Vicky 💕

Während Bernd sich im Aufeinander-Eingehen nicht ausreichend geachtet fühlte:
Bernd:
„Ich habe Dir nun schon viele Fragen gestellt – und auf keine bist Du eingegangen… Du hast mir noch keine echten Antworten gegeben…
Und man kann es nicht mit der Freiheit der Menschen begründen, wenn man im Umgang miteinander mit verdeckten oder falschen Karten spielt…
Man darf nicht auf der Vorder-Seite Loyalität mit einer Organisation oder einem Team behaupten, während man hintenrum Sachen macht oder Einflüsse rein-bringt, die den Sinn der Sache zersetzen...“


Wenn ich solche Kontroversen mit-erlebe, gebe ich normalerweise die Anregung, ob es nicht ein guter Maßstab und Versuch ist, gegenüber Menschen, mit denen man kooperiert, möglichst immer die Informationen zu geben bzw. offen-zu-legen, die sie(!) für wichtig halten zu wissen – gerade um dadurch freie überblicks-fähige Entscheidungen aller Beteiligten zu ermöglichen… (Man kann es als eine Spiel-Art der Logik des „Beutelsbacher Konsenses“ bezeichnen, der-gemäß Menschen für freie Entscheidungs-Fähigkeit offenen Info- und Wahl-Alternativen-Überblick haben müssen…) Die Vertrauens-Gewissheit, dass man sich nicht gegenseitig zu Opfern von Nebel-Manipulationen macht, verbindet und harmonisiert die Freiheit des Einzelnen mit Transparenz und Unschädlichkeits-Vertrauen untereinander… Andersrum gesagt: Es nimmt niemandem die Freiheit, aber es nimmt allen die Gefahr von Betrug und Missbrauch...


Je nachdem, wie der eigen-dynamische Anfangs-Teil der Friedens-Kommunikation verläuft, kann es dann doch sinnvoll werden, dass der Konflikt-Helfer mit Moderations-Hilfe ins Geschehen dazu-kommt…
In unserem Beispiel-Gespräch geschah das an der folgenden Stelle:


Vicky:
„Wir sind hier, weil ÖffÖff uns moderieren soll, also warte ich jetzt ab, bevor ich weitermache... 🙏🏼😘✨

Bernd:
„Öff Öff schrieb, dass „wir es weiterlaufen lassen sollen”...“

Vicky:
„Was konkret?“

Bernd:
„Siehe hier. [ Zitiert die betreffende Stelle von Öff... ]
Also, wir schreiben so lange, bis er einhakt.
Oder bis es Zoff gibt.“

Vicky:
„Das können wir zwar gerne tun, dennoch hätte ich gerne mal eine Idee von ÖffÖff, da du deine Sichtweise hast, von der du dich nicht weg bewegst und ich ja auch, oder?
Ist das nicht genug Zoff? 🤔

Bernd:
„Welche Sichtweise? Du gehst bloß nicht auf das ein, was ich sage bzw. frage...“

Vicky:
„Wenn du gelesen hast, was ich geschrieben habe und verstanden hast, dass ich Dinge anders sehe als du, dann verstehst du das mit der Sichtweise.😘

Bernd:
„Ich glaube, wir reden stark aneinander vorbei… Aus meiner Sicht liegt das eigentliche Problem im Hintergrund verborgen, nämlich dass Du eifersüchtig bist… Und stur und narzisstisch… Und deshalb Ränke schmiedest...“

Vicky:
„Das bildest du eitler Gockel Dir ein, ist mir klar… Klär mal die Brillen, durch die Du schaust… Du bist ja voll in der Projektion...“

Bernd:
„Deine Ränke-Schmiederei ist doch offensichtlich und nachweisbar… Es gibt mehrere Zeugen…
Ich weiß angesichts dessen nicht so recht, wie unsere Kommunikation hier sinnvoll weitergehen kann...
Ich muss darüber nachdenken … und bin unterwegs. Ich melde mich, wenn ich es wieder schaffe.
(Ich bitte auch, dass der Moderator dann da ist. Denn ich habe ggf. Fragen, wo ich mit ihm Rücksprache nehmen möchte.)“


Das Eingreifen des Moderators kann in unterschiedlicher Weise sinnvoll oder gar erforderlich werden… Manchmal kommt es zu einem sehr entzerrungs-bedürftigen Durcheinander von Bewusstseins- und Motiv-Ebenen… Das lustigste Beispiel, was ich dazu kenne, ist: „Der Gärtner einer alternativen Kommune kommt eines Morgens in die Tages-Besprechung und ruft laut: Ich bin dafür, dass alle Pflanzen im Garten raus-gerissen werden!“ Entgeisterte Blicke der anderen: „Wie kommst du denn darauf?!“ „Meine Freundin ist mir gerade weg-gelaufen!“… ------- Das ist dann natürlich eine Situation, wo dringend Ebenen-Trennung angesagt ist: Am besten nimmt ein einfühlsames Mitglied der Gemeinschaft den Gärtner in den Arm und führt ihn hinaus zum Empathie-Fürsorge-Team der Gemeinschaft – aber als Teil einer verantwortlichen Planungs-Regie in der Tages-Besprechung ist der Gärtner in seiner vorliegenden Verfassung einfach fehl am Platze…
Oft sind die Gesprächs-Situationen nicht so extrem…, und dann fängt man normalerweise erstmal einfach mit Themen-Sortierung und Fokussierung an…

Im Beispiel-Gespräch lief das ungefähr so:


Öff Öff:
„Es ist gut, dass Ihr erstmal so in recht freiem Fluss geschrieben habt...
Wenn da erstmal nichts mehr an Anfangs-Flut raus will, sollten wir uns nun thematisch sortieren...
Das könnten wir auf verschiedene Weisen tun... - auch einfach hier, indem wir entscheiden, welchen speziellen Punkt wir uns raus-picken..., und dann schreiben wir dazu im Faden, und nicht mehr durcheinander...
Wollt Ihr einen Punkt vorschlagen, oder soll ich?“


Vicky:
„Gerne du🙏

Öff
„Ja, ich habe nach dem bisherigen Verlauf des Gesprächs zwischen Euch auch den Eindruck, dass es günstig ist, wenn ich Themen-Sortierung vorschlage...
Dazu habe ich die Frage an Euch beide, ob ich anfängliche Infos, die Ihr mir auf meine Frage, worum es in dem Konflikt geht, außerhalb der Telegram-Gruppe hier zugeschickt habt, in Form von Direkt-Zitaten hier mit einbringen kann, oder ob ich mich nur vorsichtig dosiert in Form indirekter Rede darauf beziehen soll...
Wenn Ihr beide einverstanden sein solltet mit meinem Anfang des Themen-Sortierens, und mit Zitierbarkeit Eurer Aussagen, d.h. wenn Vicky noch zum Zitieren zustimmt, und Bernd zu beidem, können wir dann weiter-machen...“

Vicky:
„Ja, ich stimme zu.“

Bernd:
„Klar.“


Öff
„So, dann fange ich mal folgendermaßen an:
Es bietet sich meist an, mit Punkten anzufangen, die am besten greifbar und klärbar sind, abgesehen natürlich von der Dringlichkeits-Frage...
Ob hintergründigere Zusammenhänge auch zu klären sind, z.B. bzgl. allgemeiner Fragen von Orga-Team-Besetzungen oder -Betreuung..., oder gar, ob als eigentlicher Hintergrund von Problemen Beziehungs-Themen, Eifersucht etc., wirken ---- das kann am Ende zwar das Wichtigste an so einer Konflikt-Geschichte sein ----- aber es ist am Anfang normalerweise nicht so gut zu packen, versteckt sich hinter Konkreterem, Greifbarerem als 'Explosions-Auslöser' ---- womit deshalb günstig anzufangen ist...
Der Rest kommt sozusagen später in der Regel dann auch aus seinem Versteck hervor...

In unserem Fall kann man es so sehen, dass da eine klare Zuspitzung an einer äußeren Stelle erkennbar ist: Das ist Eure Auseinandersetzung über die Rolle einer dritten Person, Peter aus München, gegen den z.T. schwere Vorwürfe erhoben werden!
Auch nach Sichtung von allem Material, was ich von Euch bisher vorgelegt bekommen habe, ergibt sich für mich:
Das Thema "Peter aus München" ist aus meiner Sicht für alle Beteiligten zentral, es ist ziemlich konkret und greifbar, und es enthält wohl auch dringlichen Handlungs-Bedarf, soweit ich das den Aussagen von Bernd und anderen leitenden Funktions-Trägern seiner Organisation entnehmen konnte, bzgl. Gefahren von Wirtschafts-Betrug, und Notwendigkeit von Gegen-Maßnahmen etc...

Erstmal deshalb die Frage nun: Könnt Ihr dem Gesagten soweit folgen, und seid Ihr einverstanden, dass wir da mit einer Lösungs-Strategie anzusetzen versuchen?...“

Bernd:
„Jupp“

Vicky:
„Ja“

Zu gewisser Überraschung der beiden Konflikt-Gesprächs-Beteiligten schlug ich dann eine Öffnung des Gesprächs für eine weitere Person vor…
Diese Möglichkeit sollte man bei der Moderation von Friedens-(Agentur-)Gesprächen immer mit im Hinter-Kopf haben, inwiefern eine teilweise Öffnung des Gesprächs nach außen geeignet sein kann, Knoten zum Platzen bringen zu können...


Öff Öff:
„Ok, dann gibt es da eine wichtige Grund-Regel der "Gewaltfreien Kommunikations- und Konflikt-Kultur (GKK)", die da lautet: "Keine Kritik hinterm Rücken!" ---- Was sich seht gut damit trifft, dass einerseits Vicky sagt, sie sei gegen Aburteilungen von Menschen ohne gesicherte Belege und ohne mit ihnen selbst offen zu sprechen..., und andererseits Bernd beklagt, dass er ja gerade die direkte Kommunikation mit Peter aus München gesucht habe, und dieser so ein Gespräch platzen ließ...
Nächster Schritt wäre daher IMHO am besten, wenn wir Peter aus München in unser Konflikt-Klärungs-Gespräch einbeziehen könnten...
Seht Ihr das auch so? Und wenn ja, weiß jemand, wie wir ihn einbeziehen können?...“


Und ich erklärte einige Aspekte, die in Verbindung mit der besagten äußeren Person zu heiklen Knoten zwischen Vicky und Bernd (und anderen leitenden Funktionären in der Organisation von Bernd) geworden waren:

Öff Öff:
„Ich stelle erstmal fest, dass wir wieder in lebhaften Austausch gekommen sind... Das ist gut... Es zeigt, dass wir an lebendigen Punkten dran sind...
Ob als eigentliche Hintergrund-Motive sowas wie Beziehungs-Eifersucht oder Aktivitäten-Eifersucht ('Vicky darf nur 24/7 für Bernds Organisation da sein, und für nichts anderes') im Spiel sind, vielleicht auch als Ausschlag-Gebendes, würde ich gern aber noch einen Moment zurück-stellen...
Denn ich denke, dass – in Verbindung mit dem Problem-Knoten-Punkt Peter aus München - einige sehr greifbare und brennend dringende Aspekte direkt vor uns auf den Tisch gekommen sind, die auf jeden Fall lohnen, sich damit gut zu beschäftigen. Wir müssen doch, wenn wir ganzheitlich bzw. systemisch denken wollen, immer die Gesamt-Lebens-Situation im Blick behalten, und wo es gerade wie sehr brennt und Löschen angesagt ist:

1.) Ist da überhaupt grundsätzlich eine Kultur der Offenheit und Ehrlichkeit in der Organisation von Bernd, der „Argumente-Demokratie-Bewegung“, oder wird das schwer verletzt?
Manches hört sich so an, als hätten viele Leute sich gegenseitig belogen! Und das kann man natürlich nicht unbeachtet stehen lassen... ((Das erste Prinzip in der von mir entworfenen "Gewaltfreien Kommunikations- und Konflikt-Kultur GKK" ist: "Ein Mensch, ein Wort...", zumindest das ernsthafte Bemühen darum -- denn wenn unsere Aussagen ungültig sind, können wir gar nicht wissen, woran wir miteinander sind, und bringt auch alles andere kaum was...))
2.) Vicky schrieb, auch als direkte Frage an mich:
⁨>>....nur dass Bernd sich unfair verhält, indem er die Zeit nutzt, hinter meinem Rücken mich schlecht zu machen… ...etwas, was er mir ja vorwirft, macht er selbst.
Lieber ÖffÖff, wie soll ich mich jetzt verhalten? 🤔<<
Da sind wir an einem weiteren sehr spannenden Punkt der Kommunikations-Kultur. Ich erwähnte schon Prinzip 3 von GKK: "Keine Kritik hinterm Rücken..." Sowas führt ungeheuer oft zu 'Vergiftungen'...
Mal ein Lösungs-Vorschlag aus dem Hand-Gelenk ;-) : Wie wäre es, wenn man miteinander Folgendes vereinbart: 'Außer wenn es irgendwo zu sehr brennt, und geht nicht anders --- wollen wir ansonsten, wenn wir Kritik aneinander haben, es erstmal direkt einander sagen, und wenn wir es da nicht lösen bzw. klären können, schalten wir gemeinsam als geeignet eingeschätzte Konflikt-Helfer ein, und davon erforderlichenfalls immer mehr, bis wir es notfalls vor die gesamte Gruppe bringen...' Jetzt, wo Ihr ja gerade erlebt, dass es die Friedens-Agentur gibt und sie mit eingeschaltet werden kann, ist ja auch das immer eine Mit-Einschalt-Gelegenheit... Überlegt mal: Wäre das nicht eine ziemlich effektive Gegen-Maßnahme dazu, dass es längere Zeit so laufen kann, dass man hintenrum kritisch bzw. schlecht übereinander spricht und sich gegenseitig vorhält, der andere täte es auch (oder sogar vorher schon)? Jeder könnte zu jeder beliebigen Zeit, wenn er mit-bekommt, dass da sowas läuft, den reinigenden und klärenden Offenlegungs-Mechanismus einschalten, wo in geordneter Weise andere mit dazu kommen und ihren objektivierenden Blick bei-steuern...
3.) Nach wie vor dreht sich viel an Themen um Peter aus München... Und machen wir uns nix vor: Ob er eine Missbrauchs- und Unterwanderungs-Gefahr für die „Argumente-Demokratie-Bewegung“ ist, und ob Du, Vicky, durch (konspirative) Kooperation mit ihm das Übel unterstützt und dadurch auch eine zu große Gefahr darstellst ----- das liegt als schwer lastendes Problem auf dem Tisch, auch für viele andere Mitglieder der „Argumente-Demokratie-Bewegung“, und da stehen aktuell, ganz drängend, Entscheidungs-Prozesse vor der Tür, die bis zu Ausschluss-Beschlüssen gehen können...
Und so, in dieser Schwere und Dringlichkeit, wie diese Gefahren-Situation beschrieben worden ist, ist dieser Punkt dringend lösungs-bedürftig, egal ob da noch irgendwelche hintergründigen Eifersuchts-Stories zusätzlich im Spiel sind oder nicht... Das muss geklärt werden, damit nicht an zu vielen Ecken was 'knallt'...
Also nochmal zu Peter aus München: Ihr habt doch bestimmt - so wie Ihr mit ihm zu tun hattet - eine Kontakt-Gelegenheit, die Ihr mir sagen könnt, damit ich ihn mal kontaktiere und zu Mit-Wirkung einlade...
Und zum Thema, wie es sich verhielt, bei einem früher schon geplanten Klärungs-Gespräch mit Peter, mit der von Bernd dabei beabsichtigten Kamera-Aufzeichnung des Gesprächs, wo Du, liebe Vicky, dann schriebst, dass Peter zu so einem per Kamera aufgezeichneten Gespräch mit Bernd dann nicht bereit war: Aber wenn es doch um Angelegenheiten geht, die für andere mit relevant sind, und eventuell für die „Argumente-Demokratie-Bewegung“ als Ganzes, warum dann den Mit-Betroffenen nicht möglichst in O-Ton und eindeutigem Beleg den Mit-Einblick gewähren? Dass man nicht in weiter verbreiteter Weise über seine Schlaf-Zimmer-Angelegenheiten reden will, kann ich verstehen... Aber soweit es innerhalb einer Alternativ-Bewegung öffentlich relevante Dinge zu klären gibt, warum nicht offen vor den Mitgliedern der Bewegung?... Ich meinerseits hab generell immer kein Problem, wenn jemand mit Kamera zu mir kommt: Denn was ich ihm sage, habe ich doch in der Hand... - und ich kann ihm einfach nur das sagen, was ich nicht für zu diskret oder intim, sondern auch vor der Kamera als mitteilens-wert einstufe...
Aber wie auch immer: Wenn wir Peter mit zu einem Friedens-Gespräch-Kanal hier in Telegram einladen, dann ist es ja erstmal noch in verschärft diskretem Bereich, weil hier Gesagtes erstmal ja unter uns hier bleibt... Da wäre also m.E. kein großer Grund für Berührungs-Ängste...“



Und als zwischendurch der guten Vicky mal die Energie aus-zu-gehen schien, und sie das Gespräch beenden wollte, weil sie sich aus ihrer Sicht nur ungerechten Vorwürfen eines kindischen Wüterichs ausgesetzt fühlte, versuchte ich, die Dimension deutlich zu machen, dass solche Konflikte ja nicht nur als Einzel-Splitter da-stehen, sondern in sich meist wichtige prägende Muster enthalten, die – wenn sie nicht angegangen und gelöst werden – an vielen Stellen immer mehr und schlimmere Probleme und Konflikte auslösen können… Weshalb man gründlich überlegen sollte, ob solche weiter-reichenden Muster mit im Spiel sind – und entsprechend viel Durchhalte-Vermögen aufbringen sollte, um echte Lösungen zu erreichen – für alle, die sonst übel von sowas betroffen sein würden…
Ich erklärte es so:


Öff Öff:
„Wenn in einer basis-demokratisch orientierten Bewegung der Gründer sich wie ein ‚kindischer Wüterich' ausleben würde, und dadurch Basis-Gruppen von ihm 'überfahren' würden, ------ dann ist das ja nicht ein Einzel-Problem nur für ein Individuum, was 'überfahren' wird, sondern es ist ein strukturelles Problem, wovon viele bzw. die ganze Bewegung schädigend betroffen sein würden...
Es sollte also zum Wohle aller angemessen geklärt werden...
Dadurch leisten wir dann einen super-wertvollen Dienst für alle...
Und ich glaube, es ist auch für Bernd – wenn ihm seine Bewegung wertvoll ist - ein hohes Anliegen, dass solche unguten Eindrücke aufgeklärt und aus der Welt geschafft werden...“




Wobei es gerade an solchen Stellen, wo man auch nach außen geht bzw. Leute von außen mit einbezieht, besonders wichtig ist, die Regie locker zu halten und immer wieder in die Hände der Konflikt-Beteiligten zu geben…
Weshalb ich nochmal ausführlich klar-stellte:


Öff Öff:
„Ich möchte an dieser Stelle nochmal ganz eindringlich die schon angesprochene arbeits-technische Grund-Voraussetzung unseres Gesprächs betonen:
Der Verlauf unseres Klärungs-Gesprächs bleibt immer ganz offen! Ihr könnt jederzeit wieder einhaken und sagen: "Öff, wir wollen lieber wieder ne andere Schiene... Und wir wollen die Ablauf-Regie wieder stärker übernehmen... Mit anderen Methoden oder Inhalten..."
Ich bin jederzeit bereit, wieder zurück-haltender mit-zu-schauen, wie man das Geschehen in einen freien oder anders gelenkten Fluss von Eigen-Dynamik zwischen Euch bringen kann...
Ihr seid immer die haupt-verantwortlichen Regisseure!"


Und angesichts von teilweise zwischen-funkenden Zeit-Problemen, wodurch Gesprächs-Teilnehmer es zeit-weise nicht schafften, täglich in unsere Gesprächs-Gruppe hinein-zu-schauen, richtete ich den Blick nochmal auf das Aller-Wesentlichste:

Öff Öff:
„No problem, ich denk, wir können alle ganz locker bleiben...
Und einmal am Tag hier mit rein-gucken, wie gesagt, ist ziemlich hohe Frequenz...
Wenn wir das hin-kriegen, und weiter konstruktiv offen zum Klärungs-Prozess bleiben - wozu ich ja dankenswerter-weise von Euch beiden die Zustimmung bekommen habe -, dann kann der Prozess zeitnah und gründlich gute Ergebnisse hervor-bringen...

Ich bitte Euch beide daher, als Aller-Wichtigstes, irgendwie zäh mit am Ball zu bleiben und weiter mit-zu-machen...
In der Friedens-Arbeit gibt es den Grundsatz: "Es ist nicht so schlimm, in (Meinungs-)Streit zu geraten, SOLANGE man bereit ist, es friedlich und mit echten Argumenten zu lösen..."
Dazu nicht bereit zu sein, ist schlimmer als der Streit an sich...
Und ich denke, das passt ja auch ziemlich genau zu zentralen Argumenten von Dir, Vicky: "In einem Streit nicht bereit zu sein, direkt mit dem Konflikt-Partner zu reden und Belege zu bringen --- das ist Willkür-Durchsetzung, 'altes System', und nicht das, was wir mit neuen Ansätzen wie unserer Argumente-Demokratie-Bewegung verwirklichen wollen..."
Wer sich also solchen Umgangs-Weisen verweigert, so könnte man dann ableiten, gehört solange definitiv nicht dazu zur Argumente-Demokratie-Bewegung... - wohl aus Sicht auch von uns Dreien hier...
Wobei - sogar wenn es soweit käme - man sich ja auf jeden Fall weiter menschen-geschwisterlich lieb behalten kann (ich bin eh bereit, mit jedem mein letztes Hemd zu teilen, jedenfalls auch mit Euch...), und schauen kann, wieder voll und ganz zusammen zu finden...
Aber solange man nicht bereit wäre, 'Nebel-Machenschaften' mit liebevoll offener, vertrauens-schaffender Argumente-Transparenz auf-zu-hellen, solange gehört es einfach sachlich dann so wenig mit der „Argumente-Demokratie-Bewegung“ zusammen wie Fußball-Spielen in ein Handball-Spiel bzw. einen Handball-Verein...
Und das wäre ein schwerer wiegender Grund als bisher in den Konflikt-Beschreibungen genannte andere Gründe wie z.B. die Frage, welche Geld-Geschäfte - wenn sie wenigstens in Richtung Schenk-Ökonomie gehen! - noch zum Zukunfts-Gesellschafts-System passen könnten, und welche nicht, was eh noch genauer von einer "AG Umgang mit Geld und Vermögen" aus-zu-arbeiten sein wird…
Insofern sage ich mal ganz offen, dass schon das Verhalten von Peter aus München, ein geplantes Klärungs-Gespräch mit Bernd ersatzlos platzen zu lassen, nicht in Ordnung ist, auf durchaus schwer-wiegende Weise… Unbegründete, willkürliche Gesprächs-Blockade bzw. -Verweigerung – wohl-gemerkt, wo es um gemeinsame relevante Inhalte, Probleme und Konflikte geht, nicht um andere persönliche Angelegenheiten - müssen wir als ein sehr schweres Fehl-Verhalten einstufen – das uns sozusagen an unsere ‚Wesens-Substanz‘ geht...“


Das Gespräch tobte dann z.T. weiter wild hin und her, auch mit Wut-Ausbrüchen und Beleidigungen…
Wo es zwar schön ist, wenn sowas unterbleiben kann, und wenn alle bei Freundlichkeit, Sachlichkeit und Liebenswürdigkeit bleiben…
Aber solange es für alle aushaltbar bleibt (und gemeinsam so gewollt ist…), ist es m.E. wichtiger, dass alles raus-kommen kann und auf den Tisch kommt, als konsequente ‚Form-Wahrung‘ dabei…
Es darf natürlich den Rahmen des Gesprächs als ‚Safe Space‘ nicht aus-hebeln --- und beim weiter-schreitenden Aufarbeiten der Inhalte wird es dann immer wichtiger, dass die Form gewahrt bleibt…

Zum Aushalten des wilden Hervor-Sprudelns von unterdrückten Inhalten brachte ich in dem Beispiel-Gespräch folgende Ermutigung ein:


Öff Öff:
„Es ist natürlich gut, wenn Ihr in den Fluss lebendigen Austausches miteinander kommt... Wir sind ja nach wie vor erst in der Anfangs-Phase der Konflikt-Bearbeitung, wo erstmal viel Eigen-Dynamik sinnvoll ist, bevor man es stärker durch-strukturiert...
Ich habe bisher ja nur einmal so ordnend eingegriffen... -- Und es ist weiter, auch dadurch ausgelöst, viel 'Flut' zwischen Euch...
Ich kann Euch nur sagen: Haltet durch! Wenn Ihr an der Kommunikation dran bleibt, werden wir viel an Lösungen finden können...

Und es ist mir an dieser Stelle sehr wichtig, Euch mal wieder etwas über den Rahmen unseres Miteinanders hier zu sagen:
* Ich habe grundsätzlich den Eindruck von Euch beiden, dass Ihr auf ehrliche und ernsthafte Weise mit dabei seid... -- Wenn ich da einen anderen Eindruck bekäme, würde ich es thematisieren - und eventuell auf andere Bearbeitungs-Methoden umstellen - oder im schlimmsten Falle sogar das Friedens-Gespräch abbrechen...
* Zu einer möglichst erfolgreichen Gestaltung so einer Friedens-Kommunikation gehört es, auch wenn dabei z.T. heftigste Meinungs-Gegensätze, harte Kritik oder sogar Maßnahmen gegeneinander vor-kommen können (was für die Friedens-Kommunikation nicht bedeutet, dass sie scheitert, sondern was sie oft umgekehrt besonders nötig und potentiell fruchtbar machen kann...), gleichzeitig möglichst stark eine 'menschen-geschwisterliche Verbundenheit' zu wahren oder aufzubauen... Auch wenn man sich kontroverseste Meinung sagt, sich trotzdem dabei auf einer tiefer-menschlichen Ebene weiter lieb haben können... - was für die Konflikt-Beteiligten gilt, aber auch für ihr Verhältnis zum Moderator...
Ich denke, dass wir diese menschheits-geschwisterliche Verbundenheit hier miteinander überdurchschnittlich einfach haben können: Denn wir reden unter stark menschheits-idealistisch engagierten Menschen... Ich bin Gott immer dankbar, mit solchen Menschen in Kontakt zu kommen ----- und ich kann schonmal sagen, dass ich mich Euch sehr verbunden fühle, und dass ich es mir als schön vorstellen kann, mit Menschen wie Euch in Gemeinschafts-Projekten zusammen-zu-leben, wie ich ja ein paar solcher Projekte ins Leben gerufen habe... Ihr seid herzlich eingeladen..., einschließlich einer geschenkten Lebens-Grundlage, die ich anbieten kann...
Namaste. Seid umarmt...
Euer Öffi“



Und als kraft-gebenden Zuspruch fürs Durchhalten im Friedens-Gespräch wies ich auch darauf hin, dass man nicht immer gleich ein Auf-Platzen aller Konflikt-Knoten mit lautem Knall erwarten könne, sondern dass auch Pufferungen für eventuell sehr schlimm werdende, auseinander-platzende und verletzende Geschehnisse schon ein ausreichend wertvolles Zwischen-Resultat sein können – wo es unter Umständen sehr schlimm sein kann, wenn das nicht geschafft würde…
Im konkreten Konflikt fühlte Bernd sich ja bedroht durch eventuelle schädigende Aktivitäten von Vicky, die über einige wichtige Schalt-Stellen in seiner Bewegung verfügte – wo es natürlich schon ein echter Gewinn sein konnte, wenn die akute Bedrohungs- und Gegen-Knall-Situation erstmal entschärft werden konnte, so dass da keine Menschen mehr die unmittelbare Erforderlichkeit sehen müssten, unangenehm gegeneinander vor-zu-gehen...
Ich schrieb dazu:



Öff Öff:
„Vielleicht ist es in alledem doch wenigstens schonmal ein guter Zwischen-Stand, wenn jemand, den man selbst, hier Bernd, vielleicht sogar gar nicht in so einer Bewegung wie der „Argumente-Demokratie-Bewegung“ mit dabei haben möchte, jedenfalls schonmal keinen (zu großen) Schaden anrichten kann (am besten auch gar nicht anrichten will)...
Den Zustand haben wir doch, wenn ich die verschiedenen Seiten richtig verstehe, schonmal erreicht durch die paar Schritte des Entgegen-Kommens, die Ihr, Vicky und Bernd, Euch auch hier im Gespräch zumindest schonmal zu-sagen konntet --- trotz aller noch ungelösten Konflikt-Knoten, die noch weiter zu bearbeiten bleiben...
Vicky übt keine Macht- bzw. Regie mehr aus, kann aber als individuelles Menschlein in Gruppen mit dabei bleiben, soweit es von den Beteiligten so gewollt wird und keinen Schaden anrichtet…

Und ich habe heute an Bernd bzgl. genereller Absicherungs-Struktur-Entwicklung ein paar Tipps gegeben (aus meinem bescheidenen Erkenntnis-Stand nach ein paar Jahr-Zehnten Aussteiger-Leben…, und natürlich nur, sofern man nix Besseres sich aus-denken kann, was dann natürlich vor-gezogen werden sollte...):
Du kannst, wenn die Bewegung immer größer wird, und basis-demokratisch oder gar anarchistisch von unten wachsen soll, nicht mehr so in den Einzel-Stellen mit drin stecken, dass Du da durchblicken kannst, wer aus Deiner Sicht rein passt oder nicht, oder wer vielleicht sogar Kriminelles bzw. Missbräuchliches plant...
Du wirst auch nicht alles durch persönliches physisches Rum-Reisen, Gespräche, Telefonate, Chatten etc. im nötigen Maß unter Kontrolle halten können...
Du brauchst (bzw. es kann Dir die Sache möglichst effektiv machen) ein (Kontroll-)System, welches die breiten Basis-Vorgänge erstmal eigen-dynamisch fließen lässt, aber für Dich ein hinreichend sensibles Warn-System beinhaltet ---- und das am besten vom Wohnzimmer-Sessel aus...
Das geht heute mit den digitalen Möglichkeiten immer besser!
Zentrale Rolle kann die Website spielen, auf welcher die Grund-Bedeutung und Regeln Deiner „Argumente-Demokratie-Bewegung“ stehen, und eine sozusagen 'Hot-News-Stelle', wo Du zu Problemen und Konflikten Deine Stellung-Nahme als Gründer posten kannst... --- So dass alle wissen, bzgl. irgendwelcher Probleme und Konflikte, bzw. bei allen heiklen Angelegenheiten: "Hot News" schauen!... Was Dir all die Einzel-Info-'Rum-Rennerei' (Mails, Telefonate etc.) ersparen kann...

Und für die einzelnen Gruppen eine Art ausreichend effizienten 'Not-Transparenz-Knopf'... So dass Du nicht drin stecken musst, sondern schon ein Mitglied in einer Gruppe, welches den Eindruck bekommt, dass was schräg läuft, ausreichend schnell und effektiv den "Not-Knopf" drücken kann, so dass es die 'Leit-Stelle' gut genug erreicht und effektiv bearbeitet wird...

Technisch empfehle ich dafür, dass jede Gruppe eine offene schriftliche Kommunikations-Ebene schafft ((eine Bühne bzw. Plattform für 'FreieArgumenteKultur (FrAK)')), wo wichtiger werdende Angelegenheiten geordnet schriftlich dokumentiert und bearbeitet werden...
((Am geeignetsten erscheint mir für jede Einzel-Gruppe ein Forums-Bereich, wo die Einzel-Gruppe drei Ebenen hat: a) öffentliche Diskussion, b) Mitteilungen der Gruppe, wo andere aber nicht schreiben können, und c) interner Austausch zwischen den Gruppen-Mitgliedern... Solche offene und sich dokumentierende Kommunikation gibt bei einem sich zuspitzendem Verlauf auch für hinzu-gezogene Konflikt-Helfer super Einblicks-Gelegenheit bzw. best-mögliche Klärungs-Voraussetzungen...))

Wenn das noch kombiniert wird mit der "Friedens-Agentur"-Funktion, d.h. u.a. mit der Regel, wenn Betroffene ihre Konflikte nicht direkt miteinander klären können, dass sie dann gemeinsam geeignet erscheinende Konflikt-Helfer dazu nehmen, erforderlichen-falls immer mehr, bis es zur Not vor die Gesamt-Gruppe kommt... ------ dann ist da ein beachtliches 'Problem-Erkennungs- und Lösungs-Potential'!
Ich kann mir jedenfalls nix Besseres vorstellen...

Und bin natürlich auch bereit, Dir da als ein Konflikt-Helfer unterstützend zur Seite zu stehen, wo es nützlich sein kann...

Mit nem kleinen technischen Absicherungs-Hinweis noch:
Ich kann mir mittlerweile, weil solche Foren in der Vergangenheit oft angegriffen und zerstört wurden ((was schon seine Gründe haben wird, dass gewisse Stellen das so gefährlich finden und darauf so allergisch reagieren! -- auch mein freie-argumente-kultur.net-Forum...)), schon vorstellen, dass die „Argumente-Demokratie-Bewegung“ ein eigenes FreieArgumenteKultur(FrAK)-Forum anlegen und an die Website knüpfen sollte...
Günstig ist phpBB-Software, dann könnte ich die Struktur mit-gestalten... Und auf jeden Fall so, dass man ständig Sicherheits-Backups machen kann, die bei Zerstörung des Forums einfach woanders wieder importiert werden können ----- und Zack, ist das Forum wieder vollständig da...“



Ein häufig heftig kontrovers diskutierter Punkt in den Gesprächen zwischen Vicky und Bernd war, wer von beiden mehr als der andere irgendwelche schrägen Sachen heimlich durchführen würde, und unangenehme Dinge vertuschen würde, – oder – was als positiver Kontrast angesehen wurde zu einem möglichst transparenten bzw. gar öffentlichen Auftreten bereit sei…
Dazu schrieb ich folgendes:


Öff Öff:
„Ihr seid ja schon wieder intensiv dabei… Auch mit den Vorwürfen, wer der größere Vertuscher oder Nebel-Krieger sein mag...
Nun ja: Alles Wichtige muss raus-gelassen werden können…

Zum Thema "öffentlich":
Ich selbst bin ein Mensch, der auch in dem Sinne bereit ist, ein 'öffentliches Leben' zu führen, dass von mir eigentlich alles auf öffentlicher Bühne gezeigt werden könnte...
Raus kommt ein Mensch, mit vergleichsweise eher harmlosen 'menschlichen Schwächen', die aber gegenüber der selbst-gewählten großen idealistischen Aufgabe nicht als wirklich ins Gewicht fallend angesehen werden können...

Was 'Öffentlichkeits- bzw. Transparenz-Anspruch' hier in "Friedens-Gesprächen" angeht, muss eine Grat-Wanderung hin-balanciert werden zwischen einerseits einem gewissen Ausmaß, dass Beteiligte auch auf vertrauliche Weise etwas mit-teilen können ---- und andererseits, dass es aber nicht zu falschem 'Hinterm-Rücken' gegenüber anderen Beteiligten kommt...
Es gehört zu den Aufgaben eines Moderators, das zu 'vermitteln'…

Konkret hier unter uns haben wir es wohl insofern relativ leicht, weil Ihr durch die gegenseitigen Vorwürfe des verdeckten oder vertuschenden Handelns ja wohl beide zeigt, dass Ihr als Maßstab Transparenz gut findet...

Was kann raus kommen, wenn man so eine Kultur der Transparenz und Fairness möglichst zu Ende denkt?
Als Hintergrund-Information bzgl. meiner methodischen Maßstäbe nenn ich Euch mal die 4 Prinzipien der "Gewaltfreien Kommunikations- und Konflikt-Kultur (GKK)":
1.) Ein Mensch, ein Wort. (= verlässliche Gültigkeit von Aussagen)
2.) Vernunft bzw. Argumente zählen. ( = Sinn und Wohl aller ist entscheidend)
3.) Keine Kritik hinterm Rücken.
4.) Bei Konflikten wenden wir die besten Klärungs-Methoden (von Friedens- und Konflikt-Forschung etc.) an, insbesondere erstmal direkten Lösungs-Versuch der Betroffenen miteinander in "Herrschaftsfreiem Diskurs", bei Miss-Erfolg dann gemeinsame Hinzunahme von Konflikt-Helfern, erforderlichen-falls immer mehr, bis es notfalls von der Gesamt-Gruppe entschieden werden muss...“



Als zwischen Vicky und Bernd (plus seinen Hintergrund-Funktionären der „Argumente-Demokratie-Bewegung“) ein relativer Entspannungs-Zustand eingetreten zu sein schien, also dass keine Seite sich zu sehr mehr brennenden Gefahren ausgesetzt sehen müsste, schien eine ‚beruhigte Zwischen-Phase‘ auch im „Friedens-(Agentur-)Gespräch“ eintreten zu können…
Ich wies darauf hin, dass auch sowas in der Entwicklung solcher Gespräche ok sein kann, und dass wir einen bleibenden Dokumentations-Faden erschaffen haben, dessen Inhalte man weiter verdauen kann, und sich persönlich weiter entwickeln kann (was das Aller-Wichtigste ist…), und auch für Struktur-Entwicklung einer Alternativ-Bewegung… Wenn es jemand will, biete ich dazu auch GKK-Trainings an etc…
Ich schrieb es mit den Worten:


Öff Öff:
„Kaum etwas ist so spannend wie die Entwicklung zwischen-menschlicher Auseinandersetzungen...
Und wenn Ihr die Dinge vielleicht zwischendurch erstmal ruhen lassen mögt, ist es auch ok ---- und es bleibt ja der bisher hier im Friedens-Gespräch gesponnene Faden immer wieder für uns anschaubar, und für eigene Weiter-Entwicklung verwendbar...
(- wie gesagt, obwohl ich gleichzeitig – auch wenn zeitweilige Ruhe-Zustände eintreten - zum Weiter-Verfolgen der angefangenen Fäden mit Euch gern bereit bin, gemeinsam oder einzeln, und Sach-Themen wie der Umgang mit Vernetzung z.B. mit dem "Königreich Deutschland"..., oder wie man mit in Richtung Schenk-Ökonomie gehenden 'Geschäften' umgehen kann..., usw... ---- das wird ja eh zu ausreichender Ausarbeitung in entsprechende Arbeits-Gruppen gehören...)

Der tiefste Lösungs-Schlüssel ist immer, wie stark man solches 'Entwicklungs-Material' wie hier im Friedens-Gesprächs-Faden (gerade auch die Kritik von anderen) offen in sich eindringen und Wandel-Wirkung entfalten lässt...
Kann Vicky tatsächlich Elemente von Intrigen-Kultur in sich finden und da was tun?...
Kann Bernd Ansätze von zu harter oder willkürlicher Dominanz in seinem Verhalten finden und da was weiter-entwickeln?...
Vollkommen fehler-frei ist wohl niemand von uns, in keinem Punkt...

Und wie ich in den meisten Konflikten anbieten kann:
Auch wenn Konflikt-Partner miteinander vielleicht erstmal nicht mehr viel anfangen zu können meinen ---- traue ich mir zu, durch das Experimentieren mit intensiven Kooperations-Werkstätten, mit ständigem GKK-Training dabei etc., mit jedem/jeder (wenn gewollt...; dann muss man sich dafür melden...) die Voraussetzungen so weiter-entwickeln zu können, dass auch Neu-Anläufe zu Versöhnung zwischen ehemaligen Konflikt-Partnern wieder aussichts-reich werden...

DER MENSCH IST, WAS ER VON SICH WEISS, UND WAS ER AUS SICH MACHT...
Ein gutes NDR-Video, worin ein Magier und Hypnose-Coach beschreibt, wie sehr man sein Leben durch Ausschöpfung der 'Neuro-Plastizität' umkrempeln kann (er verwendet mich als Anschauungs-Beispiel), findet man in meinem Instagram-Kanal: https://www.instagram.com/oeff_oeff "



Und als ich angesprochen wurde, wie ich denn das Konflikt-Geschehen zwischen Vicky und Bernd und die bisherigen Umgangs-Strukturen für so etwas in der „Argumente-Demokratie-Bewegung“ im bisherigen Verlauf einschätzen würde, schrieb ich:



Öff Öff:
„Ich spüre viel 'Hintergrund-Stimmung', die den Abstand zwischen Euch schmerzhaft groß aufgerissen hat...
Und ich denke, die „Argumente-Demokratie-Bewegung“ ist ja noch in seiner Anfangs- und Struktur-Entwicklung... Da ist einiges noch an 'Kinder-Krankheiten' drin, wofür man Verständnis haben kann...
Entscheidendstes für eine ehrlich willkür-freie Initiative ist aus meiner Sicht - von Anfang an -, dass Menschen, die sich willkürlich behandelt fühlen, eine korruptions-freie Hilfe-Stelle einschalten können, wie es nun die "Friedens-Agentur" ist...
Das, was Ihr mir in Dokumenten gezeigt habt, über Auswirkungen des Konflikts bis in die Lokal-Gruppen der Bewegung, ist - wenn ich es richtig wahr-nehme - aus Sicht aller Beteiligten an mehreren Stellen 'ungünstig gelaufen'; ich nenne ein paar:
* Aus Sicht von Gründer und zentralen Gruppen wie der Regie-Gruppe notwendige 'Not-Bremse-Aktionen' (wohlgemerkt, immer, egal worum es geht, mit Anrufungs-Recht der Friedens-Agentur für jeden Betroffenen) könnten (sachlich und liebevoll, nicht vermeidbar anprangernd) immer direkt an einem 'Hot News'-Platz der Bewegungs-Website kund-getan werden, so dass kein Über-Rollen von Leuten ohne zumindest gleichzeitige transparente Info-Gelegenheit geschehen kann...
* Konflikt-Stoff kann immer erstmal möglichst in kleinem Kreis unter Betroffenen zu regeln versucht werden, so dass es auch nicht gleich auf ganze Lokal-Gruppen überschwappen muss (- was man aber natürlich auch so überschwappend verlaufen lassen kann, wenn die Gruppen-Kultur so ist, dass die Gruppe meint, es tut ihr gut..)... Ich empfehle für jede Gruppe die '3-Ebenen-Lösung': Öffentliche Diskussion /Mitteilungen / Intern unter Vertrauten...
* Wenn die elementaren Grund-Regeln der „Argumente-Demokratie-Bewegung“ klar sind und minimal nötige 'Aufsichts-Funktionen' dafür (z.B. Gründer plus Regie-Gruppe), kann man ansonsten m.E. ziemlich alles von unten wachsen lassen... Auch ob Vicky als Privat-Person (nicht Teil des Funktionärs-Teams) in Gruppen mit dabei ist, wo es ihr und den Gruppen gefällt...
Sogar wenn Vicky absolut nicht vertrauenswürdig ist aus Sicht von jemand wie Dir, Bernd, könnte man das aber die Menschen in den Gruppen selbst rausfinden lassen...
Sowas müssen wir den Menschen an der Basis wohl zutrauen und in die Hände geben...

Und wie schon gesagt, als 'Turbo- Lösungs-Schiene' ((- wenn man es will, auch den damit verbundenen Aufwand...; aber nach meiner Wahrnehmung mit sehr viel Heilungs- bzw. Versöhnungs-Potential, auch zwischen Euch...; und voraus-setzend, dass Ihr beide, also auch Vicky so wie Du, Bernd, prinzipiell die 4 Prinzipien der "Gewaltfreien Kommunikations- und Konflikt-Kultur (GKK)" gut findet...)):
Ich bin bereit, mit Menschen, die es möchten, einzeln, sozusagen 'Praktika in GKK' durch-zu-führen ----- wodurch Vorwürfe wie 'intrigantes Hintenrum' sich aus der Welt schaffen lassen können, als entweder unzutreffend oder überwunden, so dass Konflikt-Partner mit relativ sicherem Gefühl wieder aufeinander zugehen könnten...

Denn meist liegen die 'Wunden' zwischen Menschen nicht unauflösbar an inhaltlichen Meinungs- oder Verhaltens-Unterschieden als solchen, sondern daran, wie ehrlich argumentativ, empathisch und liebevoll man mit den Unterschieden umgeht..."

Da die Sätze meines Vor-Beitrags beiden, Vicky und Bernd, gut gefielen, führte ich das Gemeinte nochmal etwas genauer aus:

Öff Öff:
„Freut mich, dass Euch beiden meine Worte gefallen... So dass an dieser Stelle zum Glück weiter das Prinzip gelingt: 'Du musst den Menschen immer die Wahrheit sagen -- und Du musst es immer so tun, dass es ihnen gefällt...'
Lasst uns diesen Spiel-Raum von 'Sich-im-Konsens-Bereich-Bewegen' nutzen für konstruktive Effektivität und zur Vermeidung von schädlichen Entwicklungen...
Bei einem so heftigen Konflikt wie zwischen Euch (bzgl. persönlicher und auch emotionaler Intensität..., und bzgl. möglicher Folgen-Reichweite für eine höchst wertvolle idealistische Inititiative wie die „Argumente-Demokratie-Bewegung“...), besteht ja immer die brenzlige Gefahr, dass die Möglichkeit des Miteinander-Redens abreißt -- und dann sprachlose Schadens-Lawinen los-rollen... Was m.E. nie Vorteile bringt! Lasst uns daher den Gesprächs-Faden so gut wie möglich bewahren...
Was können nun – wenn wir es nochmal prüfend anschauen – vielleicht immer noch schwelende konkrete Gefahren sein, die am meisten beachtenswert sind?
Von Beginn an hörte ich von verschiedenen Seiten, dass Zerrissenheit oder Spaltung für die „Argumente-Demokratie-Bewegung“ drohen könne und möglichst vermieden werden sollte!
Lasst uns das weiterhin als ein gemeinsames Haupt-Motiv vor Augen behalten!
Wenn also mit dem Konflikt verknüpfte 'Zerreiß-Proben' irgendwo ausstrahlen, wie in ein paar Lokal-Gruppen, dann lasst uns da am besten mit der gemeinsamen starken Position auftreten (was in der Gruppe z.T. ja selbst auch betont und gefordert wurde):
"Es ist die alte Welt bzw. die alte Korruptions-Kultur, mit Hintenrum-Intrigen Streit und Spaltungen aus-zu-lösen. Gemäß 'Teile und herrsche!-Logik'. Alternative Bewegungen wie die „Argumente-Demokratie-Bewegung“ wollen - was wir doch alle als ganz wichtig für uns beanspruchen! - dagegen eine neue Kultur sein: 'FreieArgumenteKultur' und 'echte Konsens-Demokratie' statt der Korruptions-Systeme!
Dann sollte als ein ehernes Grundgesetz bei uns gelten: WIR MÖCHTEN KEINE KONTROVERSEN ENTSCHEIDUNGEN, VOR ALLEM KEINE AUSSCHLUSS- ODER SPALTUNGS-ENTSCHEIDUNGEN, OHNE EIN GEMEINSAM GEREGELTES MINIMUM AN OFFENEM UND HERRSCHAFTS-FREIEN DISKURS! DIE „ARGUMENTE-DEMOKRATIE-BEWEGUNG“ ERSCHAFFT UND BIETET VON BEGINN AN MÖGLICHST EFFEKTIVE HILFS-MITTEL DAFÜR, WIE 'FRIEDENS-AGENTUR'! ES IST NICHT OK, IRGENDEIN GEGEN-EINANDER AN DIESEN HILFS-MITTELN VORBEI-ZU-SCHLEUSEN UND 'IN VERNEBELTERER FORM DURCH-ZU-ZIEHEN'!!! ZUMINDEST AUSPROBIEREN SOLLTE MAN, OB ES ETWAS BRINGEN KANN!"
Ich bin mir ziemlich sicher: Wenn gerade auch wir drei, also insbesondere auch, trotz allem Streit, Ihr, Bernd und Vicky, gemeinsam für dieses 'Grund-Gesetz' eintretet, dann werden wir keine Lokal-Gruppen oder Einzel-Mitglieder verlieren ---- außer Leuten, die eigentlich (egal was sie äußerlich als Show zeigen...) gegen solchen 'Kultur- bzw. System-Wechsel (der Durchsetzungs-Logik)' sind --- und wo wir die Trennung ja sogar passend und gut finden, denke ich...

Ganz heißer Tipp von mir daher im Moment für Euch beide: Tretet mit größter Klarheit und Deutlichkeit für solche Einigungs-Kultur ein, statt anderer Zerspaltereien! Daran können wir drei auch ganz konkret beweisen, mit welchen Absichten WIR agieren!

Als ein Hilfs-Mittel biete ich auch Folgendes an:
Wir wollten ja die Inhalte unseres Friedens-Gesprächs hier erstmal unter uns halten, als etwas diskret Persönliches...
(Deshalb bitte nicht mehr Screenshots von hier, liebe Vicky, woanders hin geben, außer mit Absprache...)
Aber meine allgemein gehaltenen 'friedens(-agentur)-methodischen Erklärungen', die ich hier ein-gestreut habe, die können ja vielleicht hilfreich sein als Einblick für andere in den 'Kultur-Wechsel'...
Ich werde daher diese Text-Elemente mal "in anonymisierter und z.T. märchenhaft verzerrter Weise" ((was ich oft als Methode anwende, um jegliche Diskretions- und Datenschutz-Probleme zu vermeiden...)) in ein Forums-Thema hinein-stellen, so dass Ihr es ohne Probleme Interessierten zum Anschauen anbieten könnt...
Wer dann im Wissen, wie man es anders machen könnte, trotzdem 'Nebel-Spalterei' weiter-betreibt, der disqualifiziert sein Verhalten dadurch doch leider ziemlich stark selbst...

************

Und als letztes noch ein kleines 'Methoden-Blitzlicht' zur Veranschaulichung, welch hohes Potential an Wirk-Möglichkeiten in solchen "Friedens-(Agentur-)Methoden" liegen kann, wenn wir unsere Kreativität dabei voll aus-reizen:

Ihr wisst ja, dass gerade heute mit dem zunehmenden 'Geist des (Einander-)Abkonsumierens' (("gefällt mir nicht, wird gleich aus-getauscht..., ohne Bereitschaft zu 'Harmonisierungs- oder Reparatur-Arbeit', auch im Umgang mit Meinungen, siehe 'Filter-Blasen-Problem', und mit Menschen, siehe 'Lebens-Episoden-Partnerschaften' etc.)) oft schon kaum noch Bereitschaft von Menschen existiert, überhaupt in vielleicht anstrengender Weise miteinander zu reden... Noch geringer wird dann die Bereitschaft, wenn es darum geht, Dritte als Konflikt-Helfer hinzu-zu-ziehen ("Ich will keinen andern drein-reden lassen...; und was Objektives oder Verbindliches hat mir eh niemand zu sagen...")... Und ganz groß wird die Abwehr-Haltung, wenn der Kreis der Konflikt-Helfer geweitet werden soll, bis es erforderlichenfalls vor die Gesamt-Gruppe bzw. den '(Vertrauens-)Stamm' gebracht würde für eine endgültige Entscheidung ("Waaas? Also am Ende ne Gruppe, die was zu entscheiden haben soll?! Ich bin Individualist! Ich hab sowas nicht, brauch es nicht und will es nicht!")

Trotzdem ist so eine Schritt-Folge von Konflikt-Klärungs-Methoden, wie ich es auf-listete, nicht völlig unbekannt..., und Ansätze davon können im realen Leben mal hier oder dort vor-kommen...

Aber habt Ihr je schonmal gehört, dass wenn Menschen einander so schwere Vorwürfe machen wie: "X ist nicht in der Lage, gültige Aussagen zu machen, und ist null vertrauens-würdig, und macht nur verdeckte Schädigungs-Aktionen!" ----- dass dann irgendwelche Konflikt-Arbeiter, statt an so einer Stelle oft den Abbruch der Gespräche seufzend und schulter-zuckend hin-zu-nehmen, den Vorschlag machen, ob man nicht 'Test- und Übungs-Verfahren für Aussage-Gültigkeit oder Vertrauens-Würdigkeit oder für offenes Kritisieren statt Hinterm-Rücken einschalten wolle...
Aber all sowas ist möglich, wenn wir unsere (künstlerische) Kreativität so weit wie möglich zu entfalten bereit sind...
Und es kann in beeindruckender Weise zeigen, wo wieviel Qualität ist oder erschaffen werden kann...
Vor Einzel-Argumentationen: WILLST DU ÜBERHAUPT NACH ARGUMENTEN GEHEN?
Grund-Weiche: Lasst uns als "Denkende Tiere bzw. Wesen" nach richtigem Denken gehen... (u.a. - in ganzheitl. Harmonie...)
Öff Öff / global-love.eu / https://t.me/oeffoeff
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